Nachhaltig leben

Wer Veggie isst, is(s)t nachhaltig

Tag für Tag gibt uns die Natur eine Menge Gutes – frische Kräuter, saftig-knackiges Gemüse, ja selbst die Luft, die wir atmen. Umso wichtiger ist es, dass wir sie mit Sorgfalt und Leidenschaft behandeln – die Natur, die uns umgibt, und alle Lebewesen, die in ihr zu Hause sind. Eine gute Möglichkeit, in ein bewussteres und nachhaltigeres Zusammenleben mit der Umwelt einzusteigen, bietet unsere Ernährung. Deshalb setzen bei Allos zum Beispiel bei vielen unserer Lebensmittel voll und ganz auf die Kraft – und den Geschmack – von pflanzlichen Produkten, indem wir weitestgehend auf tierische Inhaltsstoffe verzichten.

Gründe für den Veggie Way of Life gibt es viele: All die Tiere können sich endlich auf ein langes, glückliches Leben freuen. Unsere Umwelt wird nicht mehr so stark belastet und auch das Klima kann sich erholen. Und als wäre das nicht schon genug, tun wir auch noch etwas für unsere Gesundheit. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Ist aber gar nicht so schwer. Wir von Allos zeigen dir, warum sich eine pflanzliche Ernährung lohnt – und weshalb jeder noch so kleine Schritt in Richtung Bio ein Schritt in die richtige Richtung ist.

Wusstest du, dass …?

• … rund 70 % aller landwirtschaftlichen Nutzflächen direkt oder indirekt für die Viehzucht genutzt werden? Das führt zu einem Verlust der Biodiversität, zu Abholzung, Überdüngung und zur Verschmutzung unseres Grundwassers.¹
• … die Tierzucht weltweit für fast 20 % der Treibhausgasemissionen verantwortlich ist? Schuld ist zum einen das Methan, das bei der Verdauung im Magen von Rindern und anderen Wiederkäuern entsteht, sowie zum anderen der bei Produktion, Verarbeitung und Transport entstehende Ausstoß von CO2 oder CO2-Äquivavalenten. ¹
• … die fünf führenden Firmen der Fleisch- und Milchindustrie im Jahr mehr Treibhausgase ausstoßen als der größte Ölkonzern der Welt? Die Top 20 produzieren mehr Abgase als ganz Deutschland. ¹
• … die Tierzucht für fast 30 % des gesamten Wasserverbrauchs verantwortlich ist? Zur Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch insgesamt 15.215 Liter Wasser benötigt werden?¹
• … in deutschen Privathaushalten im Jahr umgerechnet fast neun Millionen Tiere als Wurst- und Fleischabfall im Müll landen? Die Einbußen, die zwischen Schlachtung und Endverbraucher entstehen, sind hier nicht miteingerechnet. ¹
• … im Jahr 2019 37,4 Millionen Schweine allein durch die größten fünf Unternehmen in Deutschland geschlachtet wurden? Für diese Masse an Tieren bringt eine Zuchtsau im Laufe ihres Lebens im Schnitt 101 Ferkel zur Welt. Etwa ein Viertel aller Mastschweine überlebt dabei nicht einmal bis zur vorgesehenen Schlachtung.¹

Keine Frage, all die Zahlen und Fakten können einen im ersten Moment ganz schön deprimieren. So ging es uns auch. Aber sie schaffen auch Bewusstsein und öffnen uns die Augen. Denn dass eine tierische Ernährung nicht nur den Tieren, die auf dem Teller landen, Leid zufügt, sondern auch der Erde, auf der wir leben – der Natur, dem Klima, der Artenvielfalt –, bedeutet eben auch: Wir alle können etwas daran ändern. Indem wir auf tierische Produkte verzichten, können wir unsere Welt schützen und sie zu einem sicheren Ort für alle Lebewesen machen, der auch in Zukunft bunt und vielfältig bleibt.

Dabei gilt: Jeder noch so kleine Schritt in die richtige Richtung lohnt sich. Denn schon wenn wir den Fleischkonsum auf 600 Gramm pro Kopf in der Woche reduzieren, könnten wir damit Großes bewirken: Mit dem Pro-Kopf-Verbrauch an Fleisch würden auch die Treibhausgasemissionen, die durch die Produktion von Rindern, Schweinen und Geflügel entstehen, um die Hälfte sinken.¹ Mehr als sieben Millionen Tonnen ließen sich auf diese Weise einsparen. Unglaublich, was eine vegetarische oder gar vegane Ernährung dann ausmachen würde.

Wie die Ernährung unsere Gesundheit beeinflusst

„Gut, aber Fleisch, Milch und Co. sind ja gesund und liefern wichtige Nährstoffe für unseren Körper.“ Oder nicht?

Die Antwort lautet: Jein. Natürlich liefern Fleisch- und Milchprodukte gewisse Proteine und Vitamine, die für die menschliche Gesundheit besonders wichtig sind. Mit ein paar kleinen Ausnahmen lässt sich der Nährstoffbedarf unseres Körpers aber auch über eine tierfreie Ernährung abdecken – vorausgesetzt man weiß, welche Lebensmittel sich als Protein- und Vitaminquellen gut eignen.

Hülsenfrüchte wie Linsen und Erbsen, Reis und andere Getreidesorten, aber auch Tofu, Nüsse, Leinsamen und andere pflanzliche Allroundtalente liefern neben einer Menge Proteinen auch Vitamin B2, Omega-3-Fettsäuren, Eisen und Zink. Zitronen liefern zum Beispiel viel Vitamin C, Brokkoli, Grünkohl und Sesam wiederum versorgen unseren Körper mit der nötigen Menge an Kalzium. Die größte Ausnahme bildet das Vitamin B12, das tatsächlich nur durch Fleischkonsum in adäquaten Mengen aufgenommen werden kann. Aber auch hier finden sich Mittel und Wege – zum Beispiel durch Ergänzungsmittel, die am besten mit einem Arzt durchgesprochen werden sollten.²

Wir geben zu: Gerade am Anfang bedeutet eine Ernährungsumstellung in Richtung Veggie auch ein wenig Aufwand. Dass wir so wenig über den Nährstoffgehalt pflanzlicher Lebensmittel wissen, liegt aber eben auch ein Stück weit daran, dass die tierische Ernährung noch immer fest in unseren gesellschaftlichen Strukturen verankert ist und vielen Menschen von klein auf anerzogen wird. Trotzdem findet nach und nach ein Umdenken statt – vor allem in der jüngeren Generation. Das macht auch uns von Allos sehr glücklich. Und es passiert aus gutem Grund.

Wusstest du, dass …?

• … Antibiotika vor allem in der Massentierhaltung zur täglichen Routine gehören? Das Problem: Wo Antibiotika regel- oder gar übermäßig verabreicht werden, können sich resistente Keime entwickeln, die sich vom Tier auf den Menschen übertragen.¹
• … schätzungsweise mehr als die Hälfte der Infektionskrankheiten, mit denen die Menschheit zu kämpfen hatte und hat, vom Tier stammt? Von der Geflügelpest über das Zikafieber bis hin zum Rinderwahn wurden zahlreiche Erkrankungen durch Fleischkonsum übertragen – so wahrscheinlich auch Covid-19.¹
• … diese sogenannten Zoonosen, die auch als Tier-zu-Mensch-Seuchen bezeichnet werden, jährlich für mehrere Millionen Tote verantwortlich sind¹?
• … am Spruch „Du bist, was du isst“ wirklich etwas dran ist? Unsere Ernährung wirkt sich auf unseren Hormonhaushalt aus und bestimmt auf diese Weise mit, wie wir uns fühlen. Einige Lebensmittel sind echte Allzweckwaffen und werden deshalb nicht umsonst als Superfood, Powerfood oder Happy Food bezeichnet. Viele dieser besonderen Lebensmittel sind pflanzlicher Herkunft!

Die Avocado zum Beispiel enthält viel Folsäure und regt damit die Serotoninproduktion an. Das sorgt für Glücksgefühle.³ Auch verschiedene Obst- und Gemüsesorten⁴ wie Bananen, Ananas, Feigen oder Paprika und Karotten entfachen positive Emotionen und helfen gegen Abgeschlagenheit. Leinsamen⁵ regen die Verdauung an und steigern die Konzentrationsfähigkeit. So lässt sich die Liste beliebig lang fortsetzen.

Veggie werden mit Allos

Wer Veggie isst, is(s)t nachhaltig – und tut den Tieren und seiner eigenen Gesundheit einen Gefallen. Aber wie heißt es so schön? Aller Anfang ist schwer. Das wissen wir nur zu gut. Deshalb haben wir von Allos uns etwas einfallen lassen, um dir den Einstieg in ein nachhaltigeres Leben ein wenig zu erleichtern.

Mit unseren leckeren Produkten, die übrigens allesamt 100 Prozent Bio und vegetarisch sind, liefern wir dir echte Geschmackserlebnisse – und das ganz ohne schlechtes Gewissen. Da kann man auch gerne mal etwas dicker auftragen. Und das Beste: In unserem Pionier-Geist Magazin findest du gleich die passenden Veggie-Rezepte, um dich ein wenig auszuprobieren! Aber weißt du was? Am besten, du überzeugst dich einfach selbst!

Quellen:
¹„Fleischatlas. Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel“ (2021), von Heinrich-Böll-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und Le Monde Diplomatique.
²„Vegan gesund“ von Albert-Schweizer-Stiftung
³Deutschlandfunknova.de
aok-erleben.de
geo.de

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